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Mobilitätszentrum Innichen: Landesregierung gibt grünes Licht

Ein-, Aus- und Umsteigen soll in Innichen leichter werden. Die Landesregierung hat die technischen Eigenschaften für das Mobilitätszentrum vorgegeben.

Das Rendering des geplanten Mobilitätszentrums Innichen, für das die Landesregierung gestern grünes Licht gegeben hat
Das Rendering des geplanten Mobilitätszentrums Innichen, für das die Landesregierung gestern grünes Licht gegeben hat

In der Marktgemeinde Innichen sind unter der Regie des Landesmobilitätsressorts und nach Abstimmung mit dem gesamtstaatlichen Schienennetzbetreiber RFI die Verschiebung des Zugbahnhofes Richtung Ortskern und die Errichtung eines modernen Mobilitätszentrums geplant. An diesem Knotenpunkt sollen alle Mobilitätsformen andocken. "Das intermodale Zentrum, das in Innichen entstehen soll, wird schnelles, unkompliziertes und vor allem unmittelbares Umsteigen von einem auf ein anderes Verkehrsmittel und vor allem auch den Wechsel zwischen öffentlichen Verkehrsträgern wie Bus und Bahn und den privaten Verkehrsmitteln wie Auto oder Rad ermöglichen", erklärt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. "Wer nachhaltige Verkehrsmittel gut kombiniert, bleibt flexibel und kommt schnell und vor allem umweltfreundlich ans Ziel", ist Mussner überzeugt. Auf seinen Antrag hat die Landesregierung am 16. Jänner die technischen Eigenschaften für das Mobilitätszentrum und den neuen Gleisplan für Innichen genehmigt, als Grundlage dafür, um die konkrete Planung in die Wege zu leiten und das Projekt mit RFI abzustimmen.

Über einen Planungswettbewerb für einen Masterplan wurde 2013 unter der Leitung der STA - Südtiroler Transportstrukturen AG "ein geeigneter Vorschlag für eine durchdachte Leitung und Vernetzung der Mobilitätsströme" gefunden. In die Entscheidung einbezogen wurde dabei auch die Gemeinde. Der Projektvorschlag von Ulla Hell vom Studio Plasma sieht vor, das Bahnhofsgebäude etwa einen halben Kilometer in Richtung Ortszentrum zu verlegen, und zwar an die Stelle der Einfahrt Mitte. Damit wird das Bahnhofsgelände an die Fußgängerzone angebunden. Die Einfahrt Mitte bleibt als neue Verbindungsachse zwischen dem historischen Zentrum und dem Wohnbereich nördlich der Staatsstraße weiterhin offen, allerdings aber nur mehr für Fußgänger und Radfahrer. Außerdem wird so die bereits bestehende autofreie Fußgängerzone erweitert. Auf jeden Fall wird auch die Ausfahrt West angepasst, wofür es bereits erste Ideen gibt. Dank der Neugestaltung der Flächen kann auch das denkmalgeschützte Außerkirchl frei gestellt werden. Die gesamte Zone bis hin zum Außerkirchl erfährt durch die Umsetzung des Projektes eine Aufwertung hin zum sogenannten "Shared Space", also einer Begegnungszone nach dem Vorbild anderer europäischer Orte. Zudem ergibt sich unmittelbar am neuen Bahnhof Platz für 35 Parkplätze und nördlich des Bahnhofsareals für weitere 20 Parkplätze für Personenkraftwagen und Busse, die durch eine neu zu bauende Fußgängerunterführung ans Dorfzentrum angebunden werden.

Derzeit hat das Bahnhofsareal in Innichen eine Gesamtfläche von rund zehn Hektar und dehnt sich über einer Länge von 1,7 Kilometern aus. Genutzt wird aktuell etwa die Hälfte des Areals. Auf den frei werdenden Bahnhofsflächen können parkähnliche Anlagen oder Einrichtungen für Jugendliche Platz finden. Bei der Neugestaltung des Gleisplans am Bahnhof Innichen werden einige Gleise zurückgebaut, damit der Bahnhof den Anforderungen eines  intermodalen Knotens entspricht, also eines Punkts, an dem verschiedene Verkehrsmittel bereitstehen und es auch möglich ist, über Umsteigepunkte während einer Reise direkt zwischen diesen zu wechseln. Vorgesehen sind dafür am Bahnhof Innichen fünf Gleise, davon zwei Hauptgleise und zwei Überholgleise sowie ein Stumpfgleis. Außerdem sind zwei neue über 350 Meter lange Bahnsteige geplant, die barrierefrei zugänglich sind.

In das Mobilitätszentrum und den neuen Gleisplan Innichen für eine weitere Optimierung des lokalen Bahnverkehrs und für eine bessere Vernetzung der Mobilität investiert das Land rund 21,8 Millionen Euro.

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